Margarete Joswig, geboren in Mannheim, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main zunächst Klavier, später dann Gesang bei Gisela Pohl und Elsa Cavelti. Sie besuchte die Liedklasse von Charles Spencer sowie die Opernschule und beendete ihr Studium 1994 mit dem Operndiplom. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Laura Sarti sowie die Zusammenarbeit mit Rudolf Piernay vervollständigten ihre vokale Ausbildung. Derzeit arbeitet die Sängerin mit der Gesangspädagogin Margreet Honig (Amsterdam) zusammen.

Ihr erstes Engagement hatte Margarete Joswig von 1994 bis 2000 als Mitglied des Ensembles des Saarländischen Staatstheater Saarbrücken. Sie debütierte dort mit der Partie des Hänsel in Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ und sang wichtige Partien des lyrischen Mezzofachs. Bis Sommer 2003 war die Mezzosopranistin anschließend Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart.

Die Künstlerin ist darüber hinaus eine gefragte Lied- und Konzertsängerin; ihr Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne. Sie wirkte u. a. bei der Uraufführung der Oper „Benedetto Marcello“ von Raff im Rahmen der Herbstlichen Musiktage 2002 in Bad Urach mit. Ebendort sang sie im Herbst 2003 die Partie der Sigilgaita in der Uraufführung von Siegfried Wagners Oper „ Rainulf und Adelasia“ die auch als CD erschienen ist. Als CD-Einspielung liegen außerdem Durantes „Lamentationes Jeremiae Prophetae“ und Dvoṙáks „Stabat Mater“ vor. Unter der Leitung von Lothar Zagrosek singt Margarete Joswig die Partie der Floßhilde im „Rheingold“ in der vielbeachteten Produktion der Staatsoper Stuttgart von Wagners „Der Ring des Nibelungen“, die auf DVD und CD erschienen ist.

Seit Herbst 2003 ist die Künstlerin freischaffend tätig. Gastverträge führten sie unter anderem ans Teatro San Carlo, Neapel (Wagner, Die Walküre), nach Rom, ans Theatre de Châtelet in Paris (Mahler, Das Lied von der Erde), zum Rheingau Musik Festival (Verdi, Messa da Requiem) und zum Kunstfest Weimar (Eisler, Deutsche Sinfonie). Sie arbeitete u.a. mit folgenden Dirigenten und Regisseuren: Lothar Zagrosek, Sylvain Cambreling, Alexander Joel, Andrea Breth, Martin Kusej und Heinz Kresnik.

Nach einer längeren Periode der Abstinenz von der Opernbühne debütierte Margarete Joswig im November 2015 mit der Partie der Mutter in der Oper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. In der Spielzeit 2016/2017 war sie ebendort als Fricka in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Uwe Eric Laufenbergs von Publikum und Presse gefeierter Inszenierung der Tetralogie zu hören.

In der kommenden Spielzeit 2017/18 wird Margarete Joswig als Waltraute und Erste Norn in der Wiederaufnahme der „Götterdämmerung“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu erleben sein. Darüber hinaus singt sie die Gräfin in „Der Wildschütz“ von Lortzing am Gärtnerplatztheater München.

Eine Liedermatinee bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach mit Werken von Robert und Clara Schumann steht ebenfalls auf der Agenda.

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